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  • AutorenbildSilvia Peter

Führungsmythen entlarvt: Eine moderne Perspektive auf Leadership

In der Welt der Führung gibt es zahlreiche Mythen, die leider nicht oft als solche erkannt werden. In der heutigen Arbeitswelt, geprägt von ständigem Wandel und ganz anderen Bedürfnissen als noch vor wenigen Jahren, ist es entscheidend, sich von überholten Vorstellungen zu lösen. In diesem Artikel werfen wir einen kritischen Blick auf fünf weit verbreitete Führungsmythen. Wieso? Sie hemmen Fortschritt und schränken das Potenzial von Teams und Mitarbeitenden ein. Indem wir sie aufdecken, entsteht Raum für eine zeitgemässe, effektive und inspirierende Führung, die sich an den Anforderungen unserer Zeit orientiert.

Führungsmythen oder Wahrheiten
Abb.: Eigene Darstellung

1. Mythos: Probleme, die zur Führungskraft kommen, muss die Führungskraft lösen

Es ist ein verbreiteter Irrtum anzunehmen, dass eine Führungskraft jede Herausforderung, die an sie herangetragen wird, allein bewältigen muss. Tatsächlich ist es oft effektiver, Probleme im Team zu lösen und die Kollegen in den Lösungsprozess einzubeziehen. So profitieren beide Seiten: Coaching als Führungstechnik hilft den Mitarbeitenden ihre Lösungen aus eigener Kraft zu entwickeln. Und die Führungsperson profitiert längerfristig von Entlastung durch eigenständigere Mitarbeitende.


2. Mythos: Gute Führungspersonen zeigen nur ihre positiven Eigenschaften

Ein weiterer Mythos ist die Vorstellung, dass erfolgreiche Führungskräfte stets makellos und fehlerfrei sein müssen. In Wahrheit ist es wichtig, auch Unsicherheiten und Schwächen zu zeigen, um Authentizität und Vertrauen im Team zu fördern. Immerhin tragen Führungspersonen auch immer eine Vorbildrolle: wenn sie nie Schwäche zeigen, glauben ihre Mitarbeitenden – zumindest unbewusst – dass sie es ihnen gleichtun sollten.


3. Mythos: Erfolgreiche Führungskräfte sind Einzelkämpfer:innen

Die Vorstellung von einsamen Entscheidungstragenden ist ein weiterer Mythos. Die besten Führungspersönlichkeiten sind exzellente Teamplayer, die die Stärken ihrer Mitarbeitenden erkennen, fördern und nutzen. Sie wissen, dass sie längst nicht alle Fähigkeiten ihrer Mitarbeitenden selbst haben müssen, sondern dafür die fähigsten und besten Leute eingestellt haben.


4. Mythos: Führung ist angeboren und nicht erlernbar

Viele glauben fälschlicherweise, dass man entweder geboren wird, um zu führen, oder eben nicht. Allerdings sind den wenigsten von uns ausgeprägte Führungsskills in die Wiege gelegt worden. Führung entsteht durch Erfahrung, regelmässigen Austausch mit anderen Führungspersonen aber auch mit seinen Mitarbeitenden. Und auch wenn nicht gern gehört: auch durch das Begehen von Fehlern und dem daraus Lernen. Genau aus diesem Grund ist regelmässige Selbstreflexion so wichtig. Nicht zuletzt kann man sich selbstverständlich ganz gezielt konkrete Methoden oder Herangehensweisen aneignen.


5. Mythos: Gute Mitarbeitende brauchen keine Führung

Auch dieser Mythos entspricht nicht der Wahrheit. Wie bereits erwähnt, geht es bei der Führungsaufgabe nicht primär darum, konkrete fachspezifische Fähigkeiten bei den Mitarbeitenden zu entwickeln. Primär hat die Führungsrolle die Aufgabe, klare Orientierung mit Zielen, Purpose und Kultur vorzugeben. Ausserdem zählen auch das Ermöglichen der Entfaltung individueller Stärken und das Zusammenbringen der Mitarbeitenden dazu.


Fazit

Nicht nur unsere Arbeitswelt, auch die Art, wie wir unsere Mitarbeitenden führen, ist im stetigen Wandel. Wir sind alle gut beraten, unseren Fähigkeiten regelmässig zu prüfen, zu erweitern und auch gerne einmal bewerten zu lassen. Meine zwei Tipps zum Schluss: Achtsamer Umgang mit unseren Leadership Skills (Stichwort Selbstreflektion) und regelmässiges Austauschen der gegenseitigen Erwartungen an Führung mit den Mitarbeitenden.


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