• Silvia Peter

Jahresbeginn: Zeit für grosse Worte – und das was dahintersteckt.

Die Jahreszahl hat sich um eine Ziffer nach vorne bewegt. Es riecht nach Neubeginn. Ein idealer Moment sich wieder einmal Zeit für die strategische Ausrichtung ihrer Firma zu nehmen? Aber was heisst das eigentlich genau?


Das grosse Wort einfach erklärt – ein Versuch

Wenn ich eine grosse Wanderung plane, überlege ich mir ein paar Tage oder gar Wochen vorher diverse Punkte: welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es? Wie hoch ist der Schwierigkeitsgrad? Gibt es Erfahrungsberichte von anderen? Welche Ausrüstung brauche ich für mein Vorhaben? Habe ich alle Aspekte analysiert, entscheide ich mich für eine Route, die Art meiner Kleidung, für den Proviant den ich ein packe und vielleicht auch dafür, ob ich unterwegs übernachte oder die ganze Tour in einem Stück angehe.

So übersetze ich gerne das grosse Wort «Unternehmensstrategie-Definition». Im ersten Schritt werden alle Aspekte, Teilnehmenden und Gegebenheiten, die intern und extern etwas mit der Firma zu tun haben, analysiert. Aufgrund aller Erkenntnisse sowie den eigenen Ansprüchen und Absichten, wird dann der Weg an sich sowie die Art wie er beschritten werden soll definiert. Im Idealfall gilt diese Strategie als Ausrichtung für sämtliche Handlungen und Geschäftsvorgänge, welche das Unternehmen vornimmt oder zu bewältigen hat.



Vision als Anfang

Nach abgeschlossener Analyse dient die Vision dabei als eine Art Fernrohr. Die beabsichtigte Wirkung des Unternehmens wird in zukunftsgerichtete Worte gefasst und dient so als oberste Stufe der Strategie. Davon abgeleitet werden anschliessend Mission, Purpose oder Sinn & Zweck. (Mehr dazu wieso ich persönlich mich für die Bezeichnung «Sinn & Zweck» entschieden habe, in meinem nächsten Blog-Beitrag.) Darauf basierend folgt dann die konkrete Formulierung der Unternehmensziele und alles was sonst noch neu definiert werden soll, wie zum Beispiel die Markt-Positionierung, Zielgruppen etc.


Die Vision fällt nicht vom Neujahrs-Himmel

Die Findung der Vision ist häufig ein mehrstufiger Prozess. Gerade bei Firmen mit Geschichte, geht es nicht darum die Welt neu zu erfinden. Schliesslich besteht das Unternehmen schon seit geraumer Zeit, und das mit gutem Grund. Auch wenn die Vision vielleicht bisher nicht verschriftlicht wurde, so schwebt sie in der Firma und somit in den Mitarbeitenden – zumindest unterschwellig – mit. Oft geht es deshalb nicht darum neue Aspekte einzubringen, sondern – im Gegenteil – sich klar zu werden, welche Aspekte des Firmenprofils in der täglichen Handlung im Fokus stehen sollen. Dabei ist weniger mehr. Es geht also darum, sich zu entscheiden, auf welchen Kern man sich strategisch fokussieren möchte und welche Punkte dabei gerade keine Rolle spielen. Nach meiner Erfahrung funktioniert das Einbringen der Vision in den Alltag dann am besten, wenn sie kurz und bündig formulierbar ist.


Happy New Year

Wenn mein Beitrag Sie dazu inspiriert hat, ihre Vision wieder einmal durchzulesen, sie aufzupolieren, oder sich der Formulierung anzunehmen, freut es mich besonders. Ich bin überzeugt davon, dass eine klare Ausrichtung einen grossen Beitrag zu effektivem Zusammenarbeiten leistet.

Haben Sie Lust, in ihren strategischen Tätigkeiten einen Sparringspartner zur Seite zu haben? Ich freue mich auf Ihre Nachricht.


In diesem Sinn wünsche ich allen Leser:innen ein erfolgreiches neues Jahr mit zahlreichen spannenden Projekten, interessanten Kund:innen und wirksamen Handlungen.